Auf dem Rückweg geriet er unerwartet in einen Hinterhalt: Christliche (nicht heidnische, wie die Quellen behaupteten) Basken hatten dem fränkischen Heer auf einem bewaldeten Höhenkamm aufgelauert und überfielen am 15. August 778 bei Roncesvalles die Nachhut und den Tross. Auf unebenem, sehr engem Terrain waren die in einer Linie marschierenden fränkischen Panzerreiter den ortskundigen, leichtbewaffneten Angreifern unterlegen. „Bis auf den letzten Mann“, so berichtet Karls des Großen Biograph Einhard später, sei die Nachhut aufgerieben worden. Die Hilfe des Hauptheeres kam zu spät. Unter den Gefallenen war der Markgraf Hruotland (Roland), der im 11. Jahrhundert Held des altfranzösischen Versepos „Chanson de Roland“ wurde. Um 1170 fand der Sagenstoff mit dem „Rolandslied“ Eingang in die mittelhochdeutsche Literatur.





