Im antiken Rom waren Universitäten im heutigen Sinn noch unbekannt. Wer seine Grundausbildung abgeschlossen hatte, konnte bei Meistern seines Fachs in die praktische Lehre gehen. So kam es, dass das Athenaeum schon bald junge Intellektuelle aus dem ganzen Reich anzog, die es geradezu als verpflichtend ansahen, dort Vorträgen zu lauschen und mitzudiskutieren. Dieses Vorbild machte Schule, und im ganzen Reich sprossen Athenaea als höhere Bildungseinrichtungen aus dem Boden. 425 begründete Kaiser Theodosius II. das Athenaeum von Konstantinopel, das zur bedeutendsten Bildungseinrichtung der griechisch-römischen Welt wurde, denn hier lag inzwischen die Macht. Doch auch das römische Pendant wurde noch bis ins 6. Jahrhundert besucht.





