Der große Feldherr betraute einen Experten mit dem Problem, Apollodoros von Damaskus. Im Krieg hatte dieser sich äußerst einfallsreich gezeigt, und auch 107 n. Chr. fand er eine Lösung: Der Berg wurde abgetragen. Das war ein schier unglaubliches Unternehmen, doch es gelang. Auf über 50 000 Quadratmetern konnte Apollodoros in den folgenden vier Jahren prächtig geschmückte Bibliotheken, Hallen, Säle und Wandelgänge zum Lob des Herrschers erbauen. Dessen Kriegserfolge über die Daker verherrlichten Reliefs auf der rund 30 Meter hohen Trajanssäule. Die Höhe der Säule aber entsprach derjenigen des Hügels, den man abgetragen hatte. So erinnert sie noch heute an die damalige Ingenieurleistung. Im Sockel der Säule befindet sich eine Urne mit der Asche des Kaisers, während auf der Plattform an ihrem Ende einst eine vergoldete Statue des Kaisers stand. Diese wurde im Mittelalter eingeschmolzen und durch ein Standbild des Apostels Paulus ersetzt.





