Juan Bautista de Toledo, ein Schüler Michelangelos, entwarf die Baupläne, starb jedoch 1567. Sein Assistent Juan de Herrera stellte den großartigen Bau fertig. Er gilt als der eigentliche Schöpfer von El Escorial, das im September 1584 vollendet wurde und damals die größte Gebäudeanlage der Welt war. In seinem Roman „Goya“ beschreibt Lion Feuchtwanger den Palast als „kal prächtig“. Vielleicht war die nüchterne Strenge der Architektur der Grund dafür, dass Spaniens Monarchen den Palast nur ungern nutzten. Die barocke Gruft aber wurde zur Grablege von bis heute 26 Königen und Königinnen sowie von zahlreichen Infantinnen und Infanten. El Escorial wurde 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.





