Im Kloster St. Mang, das am Fuß der Alpen und nahe Schloss Neuschwanstein sowie der Wieskirche liegt, werden die bayerisch-italienischen Verbindungen von der Antike bis ins frühe 19. Jahrhundert an ausgewählten Personen und Episoden dargestellt, zum Beispiel an dem römischen Katakombenheiligen Quirin, dem viele Jungen in Altbayern ihren Namen zu verdanken haben, oder an Ludwig dem Bayern, der 1327 in Mailand zum König Italiens gekrönt wurde. Zusätzlich wird der barocke Kaisersaal des Klosters in den Ausstellungsrundgang miteinbezogen.
In Augsburg wird die bayerisch-italienische Geschichte im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) bis in die Gegenwart fortgeführt: Die Sehnsucht nach Kultur, Sonne und Meer zog die Italienreisenden seit dem 19. Jahrhundert nach Süden. Dagegen lockte das Versprechen eines besseren Lebens viele Italiener in den Norden. In der Ausstellung soll es zwar auch um die mit den beiden Weltkriegen verknüpften negativ besetzten Ereignisse gehen, im Mittelpunkt stehen aber italienische Einflüsse in Bayern, die das Alltagsleben und die Mentalitäten in unterschiedlicher und oft auch positiver Weise geprägt haben. Das Motto „Sehnsucht“ bildet daher in seinen verschiedenen Varianten das Leitmotiv dieses Teils der Landesausstellung.
Im Maximilianmuseum wird „das Welsche und das Deutsche“ in der Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts beleuchtet. Italienische Impulse prägten in der Reichsstadt Augsburg Kunst und Architektur und hinterließen nachhaltige Spuren in der „nördlichsten Stadt Italiens“. In mehreren Themenbereichen werden die stilistischen, inhaltlichen, aber auch kulturgeschichtlichen und antikenhistorischen Aspekte der Renaissance-Rezeption dargestellt, die zunächst mit Vorsicht und später mit wachsender Begeisterung einsetzte. Heute begleiten italienisch anmutende Bauwerke, Brunnen und Denkmäler die Besucher auf ihrem Weg zu den beiden Standorten der Landesausstellung in der Stadt.





