Gezielt versuchte das Haus Lancaster, eine Allianz gegen Richard zu schmieden. Als Reaktion darauf ließ Richard Truppen zusammenziehen. Bei St. Albans nördlich von London kam es am 22. Mai 1455 zum ersten kämpferischen Schlagabtausch der beiden gegnerischen Häuser. In dieser Schlacht gelang Richard von York und seinem Neffen Neville Warwick ein deutlicher Sieg über das Haus Lancaster und sogar die Gefangennahme des Königs. Richard bekam seine frühere einflussreiche Position zurück und verdrängte nun seinerseits Margarete vom Hof. Doch der König war erneut erkrankt, und so ließ die Frage, ob Heinrichs kleiner Sohn Edward oder Richard von York als Nächster den englischen Thron besteigen sollte, keinen Frieden aufkommen. Die Rosenkriege, so benannt nach den Wappenzeichen von Lancaster und York, hatten begonnen. Sie dauerten mit Unterbrechungen bis 1485.





