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Wie sich der Blick auf die Natur wandelte

Wie sich der Blick auf die Natur wandelte

Was ist eigentlich „Natur“? Dieser Frage widmet sich das Deutsche Historische Museum in Berlin noch bis zum 7. Juni 2026. Die Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“ zeigt, wie der Naturbegriff in den letzten 800 Jahren immer wieder markant geprägt oder neu definiert wurde.
21. Januar 2026
Lesezeit
1 Minute

Schon im Mittelalter war das Verständnis von Natur komplex: Sie galt als göttliche Schöpfung und lebensspendende Ressource – zugleich aber auch als Ursprung von Gefahren. Letzteres blieb sie auch dann, als in der Frühen Neuzeit ein systematisches Bemühen einsetzte, ihre Gesetze besser zu verstehen und zu erforschen. Dass Natur und Kultur meist als Gegensatz begriffen wurden, zeigen die zahlreichen im 19. Jahrhundert geführten Debatten darüber, was als „natürlich“ zu gelten habe. Keine politische Bewegung in der deutschen Geschichte war so besessen von der Idee, eine spezifisch „deutsche Natur“ zu schaffen, wie der Nationalsozialismus. Die Ausstellung zeigt, wie seit 1933 Bevölkerungen und Landschaften diesem ideologischen Naturbegriff brutal unterworfen wurden. Am Ende der Schau steht eine der ersten demokratischen Bewegungen für den „Umweltschutz“: der Protest der Bürger von Wyhl gegen den Bau eines Atomkraftwerks in den 1970er Jahren.

Weitere Infos zur Ausstellung in Berlin

DeutscheJahrenNatur

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