Silke Satjukow hat mit ihrem Buch „Besatzer“ eine gründliche Studie zur sowjetisch-deutschen Besatzungsgeschichte vorgelegt. Das Buch setzt ein mit der umstrittenen Abschiedsfeier für die russischen Truppen 1994, um sich dann der Besatzungsgeschichte seit 1945 zuzuwenden. Die militärische Infrastruktur und die Standorte, Kasernenalltag und Desertionen werden ebenso analysiert wie die (un)freiwilligen Nachbarschaften von Sowjets und DDR-Bürgern. Die Autorin fragt nach der gegenseitigen Wahrnehmung von Deutschen und Russen und untersucht exemplarisch den Besatzungsalltag in den Städten Dresden, Weimar und Nohra in Thüringen.
Rezension: Talkenberger, Heike





