Die detailreiche Vermittlung der Geschichte Österreichs gelingt mit zwei Seiten langen Texten, die sich auf bestimmte Personen oder Ereignisse konzentrieren. Zusätzlich informieren immer wieder Kästen über Verträge oder erklären besonders wichtige Hintergründe, auch heben sie Chronologien oder zeitgenössische Texte hervor. Die zahlreichen Schaubilder machen komplexe Zusammenhänge verständlich. So veranschaulicht ein Lageplan die genaue Situation beim Sturm auf den Wiener Justizpalast am 15. Juli 1927.
Einige Kritikpunkte dürfen an dieser Stelle dennoch nicht unerwähnt bleiben. Zwar war zu der damaligen Zeit allgemein die Qualität von Bildern nicht gut, doch allein damit lassen sich die zu weiten Teilen schlechten Abbildungen im Atlas nicht erklären. Der Grund ist vielmehr, dass viele Fotos aus zeitgenössischen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern entnommen sind und nur zum kleinen Teil aus Archiven und damit von Originalvorlagen stammen. Das Layout dient trotz der hervorgehobenen Namen und Jahreszahlen nicht immer der Lesefreundlichkeit, vor allem das Inhaltsverzeichnis hinterlässt mit seiner Gliederung eher Verwirrung als dass es Orientierung verschafft.
Rezension: Feuer, Franziska





