Herbert Maschke fotografierte West-Berlin bei Tag und Nacht, das ungeheure Baugeschehen am Kurfürstendamm und die innerstädtische Grenze. Zu sehen sind Fine Art Prints der Ansichtskartenmotive, die das umfangreiche Schaffen des Fotografen veranschaulichen. Das Besondere ist die handwerkliche Vielfalt, mit der Maschke lebenslang auf der Suche nach reizvollen und geeigneten Motiven blieb. Seine Farbaufnahmen bedienen das Medium der Ansichtskarte und gehen zugleich weit über die typisch touristischen Motive hinaus. In Serien wirken sie wie Langzeitstudien städtischen Wandels.
Die Bilder der 50er und 60er Jahre aus West-Berlin rufen sehr unterschiedliche Erinnerungen wach, die zu einer heutigen Betrachtung und Nachdenklichkeit auffordern. Thematisiert wird eine geteilte aber lebenswillige Stadt, im politischen Fokus des Kräftemessens der Systeme, reich an wirtschaftlichen und strukturellen Problemen, aber auch reich an Menschen mit einem ungeheuren Aufbauwillen.
Herbert Maschkes Sohn Cornelius, der als Lithograf tätig ist, übernahm die Bearbeitung und Aufbereitung der Fotografien für diese Werkschau. Die Ausstellung findet im Rahmen des 5. Europäischen Monats der Fotografie statt.





