Erst 2001 entdeckte der deutsche Filmemacher Benjamin Geissler die damals übermalten Fresken in der Villa wieder: Er hatte sich auf die Spur des polnischen Künstlers begeben. Doch selbst die Überreste sind inzwischen nicht mehr vollständig am Ort erhalten; Verantwortliche der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem entfernten heimlich drei Fresken aus dem Ensemble, auch ein ukrainisches Heimatmuseum bediente sich. So ist es nun Benjamin Geissler zu verdanken, dass seine Videoinstalla‧tion „Die Bilderkammer des Bruno Schulz“ das Verlorene virtuell rekonstruiert: An die Wände eines maßstabsgetreu nachgebauten Raums projiziert er Fotos des Ensembles. Seine Installation wird unter anderem in Polen, der Ukraine und den USA gezeigt.





