Der Bischof prägte Stadt und Bistum in Merseburg am Vorabend der Reformation. Zunächst gehörte er dem Domkapitel in Magdeburg, Merseburg, Naumburg und Halberstadt an und wurde 1466 nicht nur Bischof von Merseburg, sondern auch Kanzler der Universität Leipzig.
Er beeinflusste auch die Gestaltung des Merseburger Doms, denn er ließ um 1500 das Langhaus spätgotisch erneuern. Die Ausstellung zeigt ihn als Bauherrn und Kunstmäzen, darüber hinaus aber auch als erfolgreichen Landesherrn, der sich taktisch geschickt zwischen Kaiser, Reich und städtischen Interessen behaupten konnte.
Die Schau in Merseburg bezieht einen besonderen Reiz aus ihrer Verortung in den historischen Bauten der Stadt: die Besucher können sich in den authentischen Wohn- und Wirkungsstätten des Bischofs bewegen und so vor Ort Wissenswertes über Person und Werk erfahren.





