Ich für meinen Teil fühle mich hervorragend“, verkündete Arthur Scargill, der Chef der britischen Bergarbeitergewerkschaft (NUM) vor dem Kongresshaus, dem Hauptquartier der Gewerkschaften, in London. „Die Gewerkschaft hat großartig reagiert, um Arbeitsplätze und Zechen zu retten.“ Was sich tatsächlich gerade ereignet hatte, war die vollständige Niederlage der NUM.
Ein Jahr hatten die Bergarbeiter gestreikt. Und schon seit Monaten hatten Gewerkschaftsführer geahnt, dass alles in einer Katastrophe enden würde. An diesem 3. März 1985 war es so weit. Die Zukunft der Bergarbeitergewerkschaft und letztlich der gesamten britischen Gewerkschaftsbewegung war besiegelt. Premierministerin Margaret Thatcher (1979–1990) und ihre Regierung hatten den Sieg davongetragen. Das Großbritannien nach dem Streik von 1984/85 war ein anderes als das davor. Eine grundlegende Machtverschiebung hatte stattgefunden.





