Dieser besondere Altar entstand um 1370 erstand und besticht gerade durch seine interessanten Details: So findet sich auf ihm unter anderem die bis dato älteste Darstellung einer mittelalterlichen Nietbrille – eine bügellose Sehhilfe und Vorläuferin moderner Brillen. Bis 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Im Rahmen der Forschungsarbeiten werden Röntgen, UV- und Infrarotaufnahmen des Altars gemacht, die es den Wissenschaftlern erlauben, nicht nur die Bauweise des Kulturobjekts zu verstehen, sondern auch mehr über die Maltechnik, Beschädigungen und späteren Ergänzungen zu erfahren. Abgerundet werden die Forschungsarbeiten durch stereomikroskopische Aufnahmen, mit denen man sich Informationen zu den Farbschichten, Vergoldungen, Versilberungen und den Prägungen verspricht.
Neuer Präsentationsraum eingeweiht
Der Altar selbst kam bereits 1826 in das damals noch junge „Tirolische Nationalmuseum” und gehört seit jeher zu den beliebtesten Exponaten. Nichtsdestotrotz entschied sich das Projektteam, dem „Juwel der Tiroler Kulturgeschichte” eine neue Form der Präsentation zu geben, die im Ferdinandeum des Tiroler Landesmuseum zu besichtigen ist. Neben den bereits angefertigten Röntgenaufnahmen kann man den Altar hier zum ersten Mal von allen Seiten besichtigten. Damit werden auch erstmals die zahlreichen Kratzinschriften aus dem 15. bis 20. Jahrhundert auf der Rückseite sichtbar.
Ein Altar geht online
Um eine möglichst breite Öffentlichkeit, auch außerhalb Österreichs, anzusprechen, wurden neben einem Blog über die Fortschritte des Projekts auch hochauflösende Bilder und die Röntgenaufnahmen des Altars auf eine eigens erstellte Webseite geladen. Diese ist unter dem folgenden Link zu erreichen: http://altar.tiroler-landesmuseen.at/





