Als sich am 1. März 1562 eine große Schar Hugenotten im nordostfranzösischen Wassy versammelte, sah der über seine politische Entmachtung erzürnte Franz von Guise die Stunde der Rache gekommen: Unter ihm als Heerführer wurden in Wassy über 1000 Hugenotten ermordet. Das Blutbad von Wassy kostete die Guise alle politischen Ämter und bedeutete das Scheitern der vorsichtigen Toleranzpolitik Katharinas von Medici. Der erste von acht Hugenottenkriegen, die bis 1598 währten, brach aus. Franz von Guise wurde von einem rächenden Hugenotten aus dem Gefolge des Admirals de Coligny ermordet. Der Gegenschlag erfolgte 1572 in der sogenannten Bartholomäusnacht, in der etwa 12 000 Hugenotten ihr Leben verloren.





