43 n. Chr. schickte Claudius ein Heer von 40 000 Soldaten unter Leitung des Aulus Plautius nach Norden. Bereits an der Atlantikküste widersetzten sich allerdings die Soldaten. Angeblich fürchteten sie sich, über das Ende der bekannten Welt hinauszufahren. Claudius entsandte einen seiner Freigelassenen, um die Soldaten zur Räson zu bringen. Die Folge war fatal: Roms Truppen verspotteten den Günstling des Kaisers, da dieser kein Aristokrat war. Dafür gehorchten sie nun wieder ihrem eigenen Kommandanten; die Expedition konnte also beginnen.
Zunächst stieß Plautius auf keinen Widerstand, denn die Britannier hatten nicht mit einer Invasion gerechnet. An der Themse erwartete das römische Heer den Kaiser, der zwei Wochen vor Ort blieb und die militärischen Siege für sich verbuchte. Danach verließ er umgehend die regnerische Insel, ließ sich in Rom als mehrfacher Imperator feiern und nahm den Beinamen Britannicus an. Plautius kämpfte unterdessen unermüdlich gegen die Einheimischen, unterwarf einen Stamm nach dem anderen und richtete die Provinz Britannia ein.





