Auch wenn sie sich verzweifelt wehrten: Die polnischen Truppen hatten dem deutschen Vorrücken seit dem 1. September 1939 nicht viel entgegenzusetzen. Französische und englische Hilfe blieb aus, technisch war man der Wehrmacht – mit ihrer Luftwaffe und ihren Panzern die modernste Streitmacht Europas – hoffnungslos unterlegen. Die deutschen motorisierten Einheiten drangen innerhalb weniger Tage bis Warschau vor. Mit den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs hatte das wenig zu tun, das war der von Kriegstheoretikern seit den 1920er Jahren vorhergesagte „Krieg der Zukunft“.
Ein letztes Aufbäumen der polnischen Einheiten, die sich Mitte September nach einem überhasteten Rückzug westlich von Warschau an der Bzura gesammelt hatten, wurde obsolet, als am 17. September die Rote Armee das Land von Osten her besetzte: In einem Zweifrontenkrieg war das geschwächte Land chancenlos.





