Einer seiner Offiziere, Lucius Roscius Fabatus, brachte daher als Prätor in Rom einen Antrag ein, den Einwohnern der Gallia Cisalpina das römische Bürgerrecht zu verleihen. Das war ein geschickter Schachzug. Die Po-Ebene galt als Teil Galliens, seine Einwohner waren keltischen Ursprungs, allerdings längst romanisiert. Jahrzehnte zuvor hatten die Römer sie mit dem latinischen Bürgerrecht abgespeist und nur zu Bürgern zweiter Klasse gemacht. Diese „Latiner“ brannten darauf, zu vollwertigen Römern zu werden, auch ihre Städte sollten endlich richtige römische municipia werden. Immerhin gehörten viele von ihnen Caesars legendärer X. Legion an, der er mehr vertraute als allen anderen Einheiten. Durch die „Lex Roscia“ konnte sich Caesar ganz auf die Kämpfe gegen seine Gegner konzentrieren; Aufstände brauchte er in Italien nun keine mehr zu fürchten. Die Gallia Cisalpina aber erlebte durch das Gesetz eine gesteigerte Urbanisierung, etwa in Mediolanum (Mailand) und Ticinum (Pavia).





