Burgund wird Kriegspartei - wissenschaft.de | DAMALS
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Burgund wird Kriegspartei
Burgund spielte seit dem frühen 15. Jahrhundert nicht nur im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England (1337–1453) eine eigenständige Rolle, sondern war auch eine zentrale Konfliktpartei im Bürgerkrieg, der Frankreich von 1405 bis 1435 verheerte. Herzog Johann Ohnefurcht sollte letztlich selbst ein Opfer der hemmungslosen Gewalt dieser Zeit werden.
Sie haben noch 2 von 3 kostenlosen Artikeln übrig1/3
Man nannte ihn den „Furchtlosen“ (sans peur), seitdem er – wenn auch erfolglos – in der Schlacht von Nikopolis 1396 gegen die Osmanen gekämpft hatte. Am 25. September 1396 war ein bis zu 60 000 Mann starkes christliches Heer gegen die Osmanen gezogen, um deren stetiger Expansion ein Ende zu setzen. Das Unternehmen scheiterte blutig: Bei der Niederlage starben aufseiten der Christen Tausende, mehrere Hundert Gefangene wurden nach der Schlacht auf Geheiß Sultan Bayezids I. hingerichtet und nur wenige reiche Fürsten verschont, um Lösegeld für sie zu erpressen.
Zu dieser Gruppe illustrer Gefangener gehörte der 25-jährige Johann, bald „Ohnefurcht“ genannt, Sohn Philipps des Kühnen und damit künftiger Herzog von Burgund. Das Lösegeld von rund 200 000 Golddukaten war mehr, als das reiche Herzogtum pro Jahr an Einnahmen zur Verfügung hatte – und konnte trotzdem durch Sondersteuern und einen Zuschuss des französischen Königs aufgebracht werden.
Als der furchtlose Johann 1404 seinem Vater, Philipp dem Kühnen, als Herzog von Burgund nachfolgte, war er weithin als tapferer Krieger bekannt – und stand nun an der Spitze eines der reichsten Herrschaftskonglomerate Frankreichs, wenn nicht Europas.
Ein innenpolitischer Konflikt stellte Frankreich zu dieser Zeit vor eine Zerreißprobe. Hintergrund war der Umstand, dass der französische König Karl IV. seit 1392 durch eine schwere, wohl geistige Krankheit regierungsunfähig geworden war. An seiner Stelle lenkte ein Rat die Geschicke des Reichs, dem seine Frau, Königin Elisabeth (Isabeau de Bavière), sowie die Onkel des Königs (und später deren Söhne) angehörten: die Herzöge von Anjou, Berry und Burgund. Johann folgte seinem Vater also nicht nur als Herzog nach, sondern auch im Regentschaftsrat für den kranken König.
Hatte der Rat zunächst noch einträchtig funktioniert, wuchsen um 1400 die Spannungen. Dies lag unter anderem am jüngeren Bruder des Königs, Ludwig, Herzog von Orléans. Dieser wollte seinen Einfluss gegenüber dem Rat geltend machen und war kein Freund Burgunds: Damit die burgundischen Länder nicht stetig größer und mächtiger wurden, erwarb Ludwig 1402 das Herzogtum Luxemburg – und schnappte es den Burgundern quasi vor der Nase weg.
Ludwig von Orléans nutzt die Gunst der Stunde
Während Herzog Philipp der Kühne seinerzeit den königlichen Rat dominiert hatte, war nach seinem Tod die Stunde Orléans’ gekommen: Im Bündnis mit Königin Elisabeth kontrollierten Ludwig und seine Anhänger den König und dessen Finanzen – und Ludwig bereicherte sich immens. Ungefähr 90 Prozent seiner gesamten Einnahmen kamen von der Krone, wohingegen er die königlichen Zahlungen an Burgund von 200 000 auf demütigende 37 000 Pfund reduzierte.
Mehr aus Geschichte & Archäologie
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.
Am Ende des 19. Jahrhunderts erhoben sich sudanesische Kämpfer gegen die ägyptische Fremdherrschaft in ihrem Land. Sie waren Anhänger des islamischen Führers…
Johann musste dies hinnehmen, weil er als „Neuling“ zunächst wenig Einfluss in Paris hatte und zudem erst seine Stellung in den eigenen ausgedehnten Ländern sichern musste: 1405 wurde er nach dem Tod seiner Mutter offiziell Graf von Flandern, einer der reichsten Regionen ganz Europas.
In Paris machte Johann es sich zunutze, dass Königin Elisabeth und Ludwig von Orléans unpopulär waren – es gab Gerüchte um eine Affäre der beiden; zudem ließ Johann öffentlich die enormen Ausgaben der Krone anprangern und stilisierte sich als volksnahe politische Alternative. Dies verfing umso mehr, als 1405 eine zusätzliche Steuer erlassen werden sollte, um für einen neuen Krieg zu rüsten: Nach längerer Ruhe wuchsen die Spannungen zwischen Frankreich und England wieder. Der Hundertjährige Krieg, der seit 1337 (unterbrochen durch zum Teil lange Waffenruhen) zwischen den Königen Frankreichs und Englands um die Krone Frankreichs geführt wurde, drohte wieder zu entflammen.
Während Ludwig von Orléans gegen England mobilisieren wollte, hatte Johann als Graf von Flandern daran keinerlei Interesse. Der Reichtum Flanderns beruhte auf dem Tuchhandel – und damit auf der Verarbeitung englischer Wolle: Handelsinteressen banden England und Flandern eng aneinander.
Es waren also vielfältige politische und wirtschaftliche Gegensätze, die nun zwei sich gegenüberstehende Parteien in Frankreich entstehen ließen: Orléans und Burgund. Auch auf symbolischer Ebene machten die Kontrahenten ihre Feindschaft deutlich, etwa durch ihre Devisen – persönliche Mottos, die auf Banner, Kleidung und Bauwerken gezeigt wurden: Ludwig schrieb sich ein kämpferisches „Je l’ennuie“ („Ich fordere ihn heraus“) auf die Fahnen, Johann wusste, wer gemeint war, und antwortete mit einem flämischen „Ic houd“ („Ich halte stand“).
Aus der Symbolik wurde schnell Ernst, als Johann 1405 mit einem bewaffneten Heer vor Paris zog. Seine genauen Absichten waren unklar, die Drohung aber wirkte: Ludwig und Königin Elisabeth flohen überstürzt, und Paris öffnete den Burgundern die Tore. Einfluss und Macht ließen sich auch im 15. Jahrhundert nur wirksam von Paris aus ausüben – selbst ein regierungsunfähiger König blieb die zentrale Legitimationsquelle der Herrschaft.
Innenpolitischer Konflikt eskaliert zum Bürgerkrieg
Der Griff zu den Waffen – auch wenn diese noch nicht benutzt wurden – signalisiert zumindest aus der Rückschau den Übergang von einem politischen Konflikt zum Bürgerkrieg, der nun eskalieren und bis 1435 dauern sollte. Beide Seiten überzogen einander mit Vorwürfen und warben um die Zustimmung von Adel und Städten. Die zunehmende politische Polarisierung nötigte tatsächlich die anderen Fürsten, Partei zu ergreifen – die Herzöge von Anjou, Berry und Bourbon schlugen sich auf die Seite von Orléans.
Diese Mehrheit der Herzöge setzte nun eine Säuberung des königlichen Rats von burgundischem Einfluss durch und verengte damit erneut den Spielraum Johanns. Ein normannischer Chronist schrieb, dass der Zwist so groß wurde, dass jeder der beiden Kontrahenten den anderen am liebsten umgebracht hätte. An Ausgleich war nicht mehr zu denken.
Die „Antwort“ Burgunds erfolgte am Abend des 23. November 1407 in Paris: Ludwig von Orléans war auf dem Heimweg – ausgerechnet! – von einem Treffen mit der Königin, als er in der Rue Vieille du Temple in einen Hinterhalt geriet und ermordet wurde. Die Attentäter waren allerdings so leichtsinnig, direkt in die Pariser Residenz Johanns Ohnefurcht zu fliehen. Von dem zur Festung ausgebauten Anwesen zeugt heute noch ein trutziger Turm (die Tour Jean-sans-Peur).
Ehe der in Paris weilende Herzog nun offiziell als Auftraggeber überführt werden konnte, gab er von sich aus zu, den Mord in Auftrag gegeben zu haben – der Teufel habe ihn dazu angestiftet. Dass dies auf Dauer keine ausreichende Verteidigung sein würde, ahnte Johann wohl selbst und verließ Paris vorerst in Richtung Burgund.
Der Mord an Ludwig von Orléans war ein Fanal: Zwist und Konflikte hatte es auch vorher gegeben, nach dem Blut getrachtet hatte sich die königliche Familie jedoch nie. Die Stimme des Königs, die wohl als einzige die Herzöge zur Mäßigung hätte zwingen können, war verstummt, und so regierte der „Hass der Fürsten“ – dies ist das Motiv, das die Chronisten der Zeit übereinstimmend als Erklärung für den Bürgerkrieg anführten. Noch Jahrzehnte nach der Tat war es der Mord von 1407, mit dem Chronisten ihre Erzählung der Kriegszeit begannen, so Georges Chastellain um 1454 oder Thomas Basin um 1471.
Die Familie und Partei Ludwigs strengte nun mit der Autorität des Königs einen Prozess gegen Johann an. „Was geschehen war, war geschehen. Er [Johann] musste nun darüber nachsinnen, wie er am besten die Suppe auslöffeln könne, die er sich eingebrockt hatte. Denn Auslöffeln musste er sie“, so fasste der burgundische Chronist Georges Chastellain die Situation zusammen.
Gewagte Rechtfertigung ist von Erfolg gekrönt
Johann zog sich allerdings nicht kleinlaut zurück, sondern gab beim Pariser Gelehrten Jean Petit ein Gutachten in Auftrag, das dieser im März 1408 öffentlich vortrug. Statt Reue zu zeigen, wollte Johann Dank: Petit rechtfertigte die Tat als Tyrannenmord, denn Ludwig von Orléans habe gegen das Allgemeinwohl gehandelt und sei somit eine Gefahr für das Reich gewesen. Die Argumentation griff den Tyrannenbegriff des Aristoteles auf, dehnte ihn bis zur Unkenntlichkeit und machte eine scharfe propagandistische Waffe daraus – mit Erfolg: Johann wurde 1409 begnadigt, ohne je um Vergebung gebeten zu haben; die Partei Orléans’ war kopflos und paralysiert.
Ungesühnt sollte der Mord jedoch keinesfalls bleiben – die Gegner Burgunds brauchten lediglich Zeit, sich neu aufzustellen. 1410 heiratete der 16-jährige Sohn Ludwigs, Karl von Orléans, die Tochter des Grafen Bernard VII. von Armagnac, der die neue Führungsfigur der Partei wurde. Diese war einschüchternd aufgestellt: Die Herzöge von Berry, Bourbon, Anjou und der Bretagne sowie zahlreiche Grafen standen vereint gegen Burgund. Der Theologe Jean Gerson lieferte die intellektuelle Unterfütterung: Ihn grauste weniger der Mord an sich als vielmehr die waghalsige Rechtfertigung Jean Petits, der er ausführlich widersprach.
Die Partei verstand sich selbstverständlich als für Frankreich, für den König kämpfend, wurde von ihren Gegnern aber – bis heute wirksam – „Armagnacs“ genannt, ganz so, als würde sie nur den partikularen Interessen Bernards folgen.
Es kam nun zum offenen Krieg: Söldnerheere der „Armagnacs“ verwüsteten die Gegend um Paris sowie die zu Burgund stehende Picardie. Burgund selbst visierte wiederum das Zentrum des Reichs an und zog mit rund 60 000 Bewaffneten in Paris ein. Die „Armagnacs“ verbündeten sich kurze Zeit mit England, bevor beide Seiten sich immerhin darauf einigen konnten, England aus dem Spiel zu lassen. In Paris nutzte Burgund die verbreitete Unzufriedenheit, um Reformen der Finanzverwaltung durchzusetzen.
Der Reformeifer verselbstständigte sich jedoch in der Bevölkerung: 1413 kam es zu einem blutigen Aufstand. Es war vor allem die mächtige, aber wenig angesehene Zunft der Metzger, die keinerlei neue Steuern erdulden wollte und plündernd und mordend durch Paris zog. Die politischen Ideen Johanns Ohnefurcht wurden dadurch kompromittiert, sodass er die Hauptstadt verließ. Der Aufstand der Metzger wurde niedergeschlagen.
Bernard von Armagnac übernahm nun die Kontrolle über die Stadt und errichtete ein Schreckensregime. Ein nur als „Bourgeois“ bekannter Autor, der tagebuchartige Aufzeichnungen machte, notierte, man habe Angst gehabt, seine Meinung zu äußern, weil nun „Jagd“ auf Burgunder gemacht würde.
Derweil hatte auf der anderen Seite des Ärmelkanals 1413 Heinrich V. den Thron Englands bestiegen – die innenpolitisch ruhige Lage in England nutzte er, um den englischen Anspruch auf den französischen Königsthron (der seit 1337 bestand) zu erneuern: Die Gelegenheit war günstig. Zwar gab es nominell Verhandlungen, allerdings mit für Frankreich unannehmbaren Bedingungen.
Im Sommer 1415 startete Heinrich daher eine Invasion Frankreichs – der Beginn einer weiteren heißen Phase des Hundertjährigen Kriegs. In Paris versuchte man nun, die Verteidigung zu organisieren, Burgund verhielt sich neutral und bot keinerlei Hilfe.
Am 25. Oktober stellte dann ein französisches Heer die zahlenmäßig unterlegene englische Armee bei Azincourt: Die Schlacht dauerte nur wenige Stunden, dann hatte sich die wiederum überlegene englische Taktik durchgesetzt. Heinrich V. siegte, der französische Adel musste nie gesehene Verluste hinnehmen: Zahlreiche Herzöge und Grafen sowie Tausende Krieger fielen in der Schlacht, darunter auch zwei Brüder Herzog Johanns, die auf französischer Seite gekämpft hatten.
England ist nach Azincourt auf dem Vormarsch
Der englische Sieg machte Frankreich wehrlos und führte auf englischer Seite zu einem Wechsel der Taktik: Während man früher mit schnellen Heerzügen Land und Besitz des Gegners zerstört hatte, setzte Heinrich V. nun auf Eroberung: Hatte die Normandie nicht immer schon zu England gehört? Seit 1417 eroberte der englische König systematisch Ort für Ort, Stadt für Stadt – 1419 fiel sogar die Hauptstadt Rouen. Die Normandie wurde binnen weniger als zwei Jahren erobert und besetzt.
Johann Ohnefurcht hatte derweil erfolglos versucht, die Hauptstadt Paris einzunehmen. Gelingen sollte dies schließlich durch Verrat: Am 29. Mai 1418 öffneten einige Bewohner dem burgundischen Heerführer Jean de Villiers de L’Isle-Adam die Tore, der die Stadt einnahm und mehrere Hundert „Armagnacs“ inhaftieren ließ. Der Sohn des Königs, der Dauphin (Thronfolger) Karl, konnte gerade noch entkommen.
Die Wut der Bevölkerung auf die „Armagnacs“, die man für den elenden Zustand des Reichs verantwortlich machte, war damit aber nicht besänftigt: Sie brach sich in der Nacht des 12. Juni 1418 Bahn. Ein Mob verschaffte sich Zutritt zu den Gefängnissen und ermordete zwischen 500 und 1000 Gefangene, darunter auch Graf Bernard selbst, dessen geschundener Körper tagelang nackt zur Schau gestellt wurde. Paris war wieder burgundisch – und eine ganze Generation von politischen Denkern und Denkerinnen verfiel angesichts der nun exzessiv wütenden Gewalt in Schweigen.
Erneut hatten die Gegner Burgunds ihre Führungsfigur verloren: Auf Bernard folgte nun der 15-jährige Thronfolger Karl selbst. Aus Paris geflohen, erklärte er sich zum „Regenten“ Frankreichs, baute in Bourges eine Gegenregierung auf und sann auf Rache. Unter dem Vorwand, Friedensgespräche zu führen, lud er Johann Ohnefurcht am 10. September 1419 nach Montereau (80 Kilometer südöstlich von Paris) ein. Die Fürsten trafen sich auf einer Brücke über die Yonne, aber auch diese Vorsichtsmaßnahme reichte nicht aus: Nach wenigen Worten metzelten die Begleiter des Dauphin den Herzog von Burgund nieder.
Burgund macht gemeinsame Sache mit Frankreichs Gegnern
Dieser Mord war ein Wendepunkt: Die Rache des Sohns und neuen Herzogs, des 23-jährigen Philipps III. („des Guten“), zielte nicht auf die Person des Dauphins, sondern auf das Königtum an sich. Burgund verbündete sich mit England und fädelte den Vertrag von Troyes ein, den Königin Elisabeth am 21. Mai 1420 im Namen des Königs verkündete: Der Dauphin wurde zum unehelichen Kind erklärt und damit enterbt; die legitime Königstochter Katharina wurde mit dem englischen König Heinrich V. verheiratet, der zum Regenten erklärt wurde und beim Tod König Karls VI. auf den französischen Thron folgen sollte. Erstaunlich aus heutiger Sicht ist, dass es in Frankreich keinen Aufschrei gab: Immerhin hätte der Krieg dann ein Ende gefunden …
Es kam aber bekanntlich anders: Heinrich V. starb schon im August 1422, Karl VI. zwei Monate später – gelöst war der Konflikt somit nicht. Der junge englische König Heinrich VI. versuchte nach Kräften, seine Ansprüche durchzusetzen, die von französischer Seite zurückgewiesen wurden: Hier rief man den Dauphin Karl zum neuen König Karl VII. aus.
Der Krieg ging weiter, und das Patt währte bis 1429, als eine junge Frau aus Lothringen sich aufmachte, um dem immer noch im Süden Frankreichs weilenden Karl VII. von ihren Visionen und ihrem Auftrag zu berichten: Frankreich von den Engländern befreien. Es gelang Jeanne d’Arc im Mai 1429, die englische Belagerung von Orléans zu beenden und dann den Weg nach Reims freizukämpfen, wo Karl VII. im Juli 1429 gesalbt und gekrönt wurde (siehe Titelthema in DAMALS 12-2021).
Jeanne d’Arc geriet im Mai 1430 bei Compiègne in Gefangenschaft und wurde zunächst den Burgundern, dann den Engländern ausgeliefert. In Rouen wurde sie nach zwei Inquisitionsprozessen 1431 als Häretikerin hingerichtet. Karl VII. hatte inzwischen jedoch als französischer König enormen politischen Rückhalt gewonnen.
Ansonsten waren allerlei Hoffnungen enttäuscht worden: Die Engländer realisierten, dass die Normannen eher zu den Burgundern neigten als zu England; Herzog Philipp der Gute wiederum kam langsam zu der Erkenntnis, dass Burgund an der Seite Englands nichts mehr zu gewinnen hatte – seine Aussöhnung mit Karl VII. machte den Weg für einen französischen Sieg im Hundertjährigen Krieg frei.
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Charkiw: Labor der Moderne
17. Juli 2026
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Charkiw zu einer blühenden Kunstmetropole. In experimentierfreudigen Räumen trafen europäischer Modernismus und…
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Ein Akt der Verzweiflung
17. Juli 2026
Am 13. August 1961 begannen DDR- Volkspolizisten und Soldaten in den frühen Morgenstunden mit der Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin. Aus dem, was mit…
Geschichte & Archäologie
Himmler, König Heinrich I. und der falsche Schädel
16. Juli 2026
Der Ostfrankenkönig Heinrich I. galt in der NS-Zeit als großes Vorbild und Reichsgründer. Doch stammt der 1937 gefundene Schädel wirklich von Heinrich I.?