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Der Kaiser mit dem tödlichen Humor
Als Caligula im Jahr 37 seinem Peiniger Tiberius als Kaiser nachfolgte, war das Volk in Rom begeistert. Der junge Kaiser wollte respektvoll mit dem Senat umgehen und die Zeit der Denunziationen und Hinrichtungen beenden. Die Verschwörungen, die schon bald seine Herrschaft bedrohten, führten jedoch dazu, dass er…
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von DAVID NEUHÄUSER
Nachts lud er die Mondgöttin, wenn sie in vollem Licht erstrahlte, ständig in seine Umarmung und auf sein Lager ein, am Tage aber redete er insgeheim mit dem Kapitolinischen Jupiter, indem er ihm abwechselnd bald etwas zuflüsterte und dann wieder das Ohr hinhielt, bald wieder laut mit ihm sprach, nicht ohne dabei zu schimpfen.“ So beschreibt der antike Gelehrte Sueton (um 70 – nach 122) den römischen Kaiser Caligula. Er zeichnet das Bild eines Wahnsinnigen, der nicht nur glaubt, er könne mit den Göttern sprechen, sondern der sich auch selbst für einen Gott hält. Vermutlich war es jedoch ganz anders, wie Alyos Winterling in seiner 2003 erschienenen Biographie darlegt. Danach ging der Kaiser mit teils grausamen Mitteln gegen den Senatorenadel Roms vor und wurde von Geschichtsschreibern folgender Generationen, zu denen auch Sueton gehörte, im Nachhinein zum Verrückten erklärt.
Geboren am 31. August des Jahres 12 als Gaius Caesar Germanicus, war Caligula von Beginn an eine goldene Zukunft beschieden. Sein Vater war Nero Claudius Germanicus, ein gefeierter Feldherr, Großneffe des ersten Kaisers Augustus (31 v. Chr. – 14), Adoptivsohn des herrschenden Kaisers Tiberius (14 –37) und designierter Thronfolger. Der kleine Gaius wuchs unter Legionären auf, die ihn aufrichtig verehrten, und bekam, dank seiner Miniaturuniform, den Spitznamen „Soldatenstiefelchen“, lateinisch: „Caligula“. Er war dabei, als sein Vater nach mehrjährigen militärischen Operationen aus Germanien zurückkehrte und in Rom triumphalen Einzug hielt. Er war auch dabei, als Germanicus im Osten des Reiches königlich empfangen wurde. Er war schließlich dabei, als sein Vater im Jahr 19 plötzlich starb – vermutlich war er vergiftet worden – und als seine Mutter die Asche des toten Germanicus unter großer Anteilnahme des Volkes nach Rom brachte.
Düstere Zeiten brachen nun an für die Familie des Germanicus. Besonders der Prätorianerpräfekt Lucius Aelius Sejanus ging gegen die Witwe und ihre Kinder vor, da sie seinen eigenen Ambitionen im Weg standen. Caligulas Mutter und seine Brüder sollten die Herrschaft des Tiberius nicht überleben. Caligula selbst dagegen wurde im Jahr 30 auf die Insel Capri beordert. Dort hielt sich Tiberius während der letzten Jahre seiner Herrschaft auf. Möglicherweise wollte Tiberius das noch immer populäre „Soldatenstiefelchen“ in seiner Nähe haben, um das Volk in Rom zu beschwichtigen.
Sechs Jahre lang lebte Caligula bei Tiberius auf Capri. Er beschäftigte sich mit Kunst und Wissenschaft, vermutlich um dem Kaiser zu gefallen. Und er zeichnete sich dadurch aus, die Schläge gegen seine Familie scheinbar gleichmütig hinzunehmen, seine Emotionen stets unter Kontrolle zu haben.
Das Volk ist begeistert – und auch der Senat hat Aussicht darauf, mit dem Machthaber auszukommen
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Tiberius hielt es nicht für nötig, seine Nachfolge unmissverständlich zu regeln. Sein Enkel Tiberius Gemellus war wohl bis zuletzt die bevorzugte Wahl. Caligula ließ sich indes nicht hinhalten und schmiedete eine Allianz mit dem Nachfolger des gestürzten Sejanus, dem Prätorianerpräfekten Quintus Naevius Marco, und dessen Frau Ennia. Gemeinsam planten sie die Thronbesteigung Caligulas – und als Tiberius im Jahr 37 im Sterben lag, halfen sie möglicherweise mit einem Kissen nach.
Der junge Kaiser Caligula wurde in Rom begeistert empfangen. Die alten Sympathien für Germanicus und das Mitleid für seine Familie beflügelten das Volk Roms zu ausgesprochener Euphorie. Im Senat hielt Caligula eine Rede, in der er ein Ende der Majestätsbeleidigungsprozesse verkündete, die unter Tiberius zahlreiche Todesopfer in Roms Hochadel gefordert hatten, während die Eliten verbissen um die Gunst des Kaisers kämpften. Tiberius wurde nun die übliche Erhebung zum Gott verwehrt, allerdings blieb die Auslöschung seines Namens aus – Caligula wollte offenbar Hoffnung machen, ohne allzu drastisch mit seinem Vorgänger abzurechnen.
Mit Elan ging er an die Rehabilitierung seiner Familie. Lebende wie verstorbene Familienmitglieder überschüttete er mit Ehrungen. Seine drei Schwestern Drusilla, Agrippina und Julia Livilla machte er zu Vestalinnen, hoch angesehenen Priesterinnen. Mit Geldgeschenken an das Volk und die Armee sorgte er dafür, dass seine Beliebtheit noch weiter stieg. Die Spiele, die er organisieren ließ, waren von nie dagewesener Opulenz.
Dennoch hatte der junge Kaiser in den ersten Monaten seiner Herrschaft guten Grund zur Sorge. Um die Unterstützer des Tiberius-Enkels Tiberius Gemellus zufrieden zu stellen, hatte er diesen adoptieren müssen. So gab es von Anfang an eine realistische Alternative zu seiner Herrschaft. Außerdem war da der Senat: Seit dem Beginn des Kaiserreichs war die Beziehung zwischen Kaiser und Senat höchst kompliziert gewesen, denn das Kaisertum hatte den Anstrich einer restaurierten Republik mit allen dazugehörigen Institutionen. Der Kaiser, der über diesem System stand, musste auf der einen Seite Herrschaft ausüben, durfte dies aber auf der anderen Seite nicht zu offensichtlich tun. Die Senatoren mussten Befehlsempfänger sein, ohne dabei deutlich sichtbar ihre eigene nominelle Herrschaft an den Kaiser abzutreten. Augustus hatte diese komplexe Situation gemeistert, während Tiberius sich ihr letztlich entzogen hatte, so gut es eben ging. Caligula war wohl gewillt, es Augustus gleichzutun. Lange sollte dieser Vorsatz aber keinen Bestand haben.
Nach überstandener Krankheit zeigt Caligula seine brutale Seite
Einen ersten Einschnitt bildete die Erkrankung Caligulas etwa ein halbes Jahr nach Regierungsantritt: So schwer war die Krankheit, dass sich sein Umfeld auf seinen Tod einstellte. Der Prätorianerpräfekt Marco und Caligulas ehemaliger Schwiegervater, der einflussreiche Senator Marcus Junius Silanus, bereiteten die Machtübernahme des Tiberius Gemellus vor. Das war unter den gegebenen Umständen eine Vernunftentscheidung, die einem Bürgerkrieg vorbeugen sollte. Caligula aber machte auf dem Krankenbett seine Schwester Drusilla, die antiken Autoren zufolge auch seine Geliebte gewesen sein mag, zu seiner Nachfolgerin, womit ihr Ehemann Marcus Aemilius Lepidus Anspruch auf die Kaiserwürde hätte erheben können. Und nicht nur das: Wider Erwarten erhob er sich vom Krankenbett.
Kaum war er wieder gesund, versetzte er Marco nach Ägypten und zwang Tiberius Gemellus zum Selbstmord. Indem er Silanus seine außerordentlichen Privilegien im Senat entzog, trieb er auch diesen in den Selbstmord – denn Silanus wusste, dass der nächste Schritt seine juristische Zerstörung gewesen wäre. Mit dem Freitod sicherte er seiner Familie sein Vermögen.
Diese Krise hatte noch keine Auswirkungen auf das bislang gute Verhältnis zwischen Caligula und dem Senat. Sie zeigte aber deutlich, dass der Kaiser willens war, Härte zu zeigen. Vorerst tat er nun alles, um seine Stellung zu festigen: Er reformierte das Gerichtswesen im Sinn der Senatoren, reformierte den Ritterstand, womit er sich in den Rängen der Ritter Anhänger schuf, reduzierte die Verkaufssteuer in Italien, führte Magistratswahlen ein, wovon zumindest formal das Volk profitierte, und legalisierte die Gründung von Vereinen, eine Organisationsform der einfachen Bürger, vor der sich die Mächtigen seit den Zeiten der späten Republik fürchteten. Die Stimmung in der Stadt hielt er mit blutigen Gladiatorenspielen und inszenierten Seeschlachten hoch.
Die Unterhaltung der Massen war für Caligula nicht nur Gegenstand kühl berechnender Politik. Er liebte die Spiele, und er liebte das Theater. Wenn er Wagenrennen, Gladiatorenkämpfen oder der Darbietung eines Sängers zusah, fieberte er sichtlich mit, jubelte, ärgerte sich, ergriff Partei. Im Wettkampf der grünen, blauen, roten und weißen Zirkusparteien schlug er sich offen auf die Seite der Grünen. Stars aus dem Theater und aus der Arena wurden Teil seines engsten Umfeldes. Damit tat er das, was viele Gleichaltrige auch taten – Caligula war erst Mitte zwanzig. Für einen Kaiser ziemte sich dieses Verhalten aber in den Augen der Senatoren eher nicht.
Lächerlich machen: die neue Politik gegenüber dem Senat
Das galt in noch viel stärkerem Maße auch für seine Verschwendungssucht: Auf dem Palatin setzte er ein gewaltiges Bauprogramm in Gang; Gastmähler fielen sehr luxuriös aus. Das wiederum brachte die Mitglieder des Adels in Bedrängnis, da sie, den althergebrachten Gepflogenheiten folgend, versuchen mussten, mit dem Kaiser, ihrem nominellen Standesgenossen, mitzuhalten. Nicht wenige ruinierten sich dabei finanziell. So umsichtig Caligula politisch auch vorgehen mochte: Im öffentlichen Leben Roms erregte er das Missfallen der Senatoren.
Allem Anschein nach genoss er seine Macht und seine Mittel in vollen Zügen – bis ihn der Tod seiner Schwester Drusilla vollkommen aus der Bahn riss. In tiefer Trauer verließ er Rom und zog sich vorerst zurück. Drusilla bekam eine Statue im Tempel der Venus. Dazu sollte ihr zu Ehren ein eigener Tempel gebaut werden, wo sie als Panthea, die „Allgöttin“, Anspruch auf göttliche Verehrung haben würde.
Caligula erholte sich wieder – wenn auch mit Mühe. Bald folgte die Heirat mit der schönen und reichen Lollia Paulina. Doch die Ehe wurde bald wieder gelöst, da die Braut unfruchtbar war. Noch immer gab es also keinen leiblichen Nachfolger. Caligula sollte bald erneut heiraten, doch zuvor machte er sich daran, seinem Vater nachzueifern und in der Schlacht Ruhm zu erringen. Er plante einen Germanienfeldzug.
Dieser Krieg sollte aber nicht kommen. Probleme vor der eigenen Haustür standen an. Eine Verschwörung des senatorischen Hochadels kam ans Licht. Caligula wandte sich daher von den Germanen ab und seinen Standesgenossen in Rom zu: Im Senat hielt er eine Rede, in der er zum Rundumschlag gegen die Anwesenden ausholte. Sie seien Heuchler und Lügner, die Tiberius und auch Sejanus gegenüber Untertänigkeit und Freundschaft geheuchelt hätten, nur um hinter vorgehaltener Hand ihrem Hass freien Lauf zu lassen. Nicht die vermeintlichen Tyrannen seien für das Blutvergießen der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen, sondern die Senatoren selbst. Denn sie hätten einander mit gegenseitigen Denunziationen überboten und als Richter die daraus folgenden Todesurteile ausgesprochen. Caligula zog damit die anfangs ausgestreckte Hand ausdrücklich zurück. Der Senat sollte von nun an spuren. Mit dem Beschluss, die Majestätsprozesse würden erneut aufgenommen, verließ er das Senatsgebäude.
Damit hatte er die Schleusen für eine neue Welle von Denunziationen und Hinrichtungen geöffnet. Die Senatoren konnten ihm nicht offen entgegentreten. Sie schmeichelten dem Kaiser weiter und ernteten dafür Caligulas Spott und Verachtung. Der Kaiser machte sich fortan einen Spaß daraus, die übertriebenen Freundschafts- und Loyalitätsbekundungen einfach beim Wort zu nehmen. Er forderte gewaltige Schenkungen ein, übertrug seinen „Freunden“ die Finanzierung opulenter Spiele und fand eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Senatoren in den Ruin zu treiben. Die Eskalation dieser Entwicklung stand erst noch bevor; sie wurde aber zunächst durch eine weitere Verschwörung unterbrochen.
Denkwürdiger Auftritt bei der Rückkehr nach Italien
Caligula hatte wieder geheiratet. Milonia Caesonia war dreifache Mutter und damit nachweislich fruchtbar. Der Kaiser wollte einen Nachfolger. Und möglicherweise war das der Zeitpunkt, an dem Drusillas Witwer Lepidus in Aktion trat. Gemeinsam mit den amtierenden Konsuln und dem Senator Lentulus Gaetulicus, der die Legionen am Oberrhein kommandierte, plante er den Sturz des Kaisers, wohl auch mit Hilfe von Caligulas Schwestern Agrippina und Julia Livilla.
Der Plan schlug fehl. Noch bevor Gaetulicus losschlagen konnte, tauchte Caligula, der im Herbst 39 mit einem Heer die Alpen überschritt, bei ihm auf und ließ ihn hinrichten. Auch Lepidus wurde getötet. Caligulas Schwestern wurden verbannt. Wieder erlebte Rom eine Welle der Denunziationen. Diesmal war der Kaiser nicht da, um sie zu orchestrieren. Er versuchte stattdessen, seinen Germanienfeldzug zu retten, aber viel Zeit war verloren. Im Winterlager entschied er schließlich, statt in Germanien in Britannien einzufallen. Aber auch dieses Unternehmen wurde zu Grabe getragen, bevor es richtig begonnen hatte, diesmal vermutlich durch eine Meuterei.
Unverrichteter Dinge kehrte der Kaiser nach Italien zurück – für den Ritterstand und für das gemeine Volk, wie er sagte, nicht für den Senat. Um zu verhindern, dass Senatoren bei dieser Rückkehr auch nur die geringste Rolle spielten, entschied er sich, ein außergewöhnliches Schauspiel zu organisieren: eine symbolische Überquerung des Meeres. Die Kulisse bildete der Golf von Neapel. Die Bühne war eine Brücke aus Schiffen von Puteoli nach Bauli. Und Hauptdarsteller war der Kaiser als eine Mischung aus persischem und hellenistischem Herrscher. Unmissverständlich machte er deutlich, wie er von nun an zu herrschen gedachte.
Als er an seinem 28. Geburtstag in Rom einzog, ging das Gerücht um, er wolle den gesamten Senat auslöschen. Der Kaiser blieb aber bei seiner bewährten Methode, die Senatoren lieber aufeinander loszulassen, indem er Denunziationen förderte. Eine weitere Verschwörung wurde durch Verrat aufgedeckt. Hinrichtungen waren an der Tagesordnung. Der senatorische Hochadel brach vor aller Augen auseinander. Als ein Gefolgsmann Caligulas dem Senator Scribonius Proculus öffentlich vorwarf, er hasse den Kaiser, wurde Proculus an Ort und Stelle von seinen Kollegen mit Schreibgriffeln durchbohrt und dann wortwörtlich zerrissen.
Ein kleiner Kreis schreitet zur Tat: die Ermordung des Kaisers
Caligula musste sich dabei gar nicht die Hände schmutzig machen. Er führte den Senatoren genüsslich vor, wie machtlos und austauschbar sie geworden waren. Schon vor dem gescheiterten Feldzug im Norden hatte er ein Pferd zum Konsul ernannt und damit das höchste Amt gezielt lächerlich gemacht. So fuhr er nun fort. Er nahm hoch angesehenen Männern ihre Ehrentitel, ließ sich die Hand oder den Fuß von ihnen küssen, schlief mit ihren Frauen, um nachher die sexuellen Fertigkeiten der Damen zu kommentieren, und lud ihre Familien ein, bei ihm auf dem Palatin zu wohnen, wo sie tatsächlich nichts anderes als Geiseln waren, die er für diese „Gastfreundschaft“ überdies noch zahlen ließ.
Als Lucius Vitellius, Statthalter von Syrien, zurückbeordert wurde und um sein Leben fürchtete, begann er damit, den Kaiser als Gott zu verehren. Das war ganz nach Caligulas Humor. Er nahm Vitellius beim Wort und zwang den Senatoren ein neues sadistisches Spiel auf: Von nun mussten sie so tun, als sei er ein wahrhaftiger Gott. Nicht nur ließ er Götterstatuen von sich errichten; er verkleidete sich auch: als Herkules, als Castor oder Pollux, als Dionysos, Hermes, Apollo, Ares, Neptun, Merkur oder Venus.
Spätere Quellen stellen es so dar, als habe sich Caligula so der Lächerlichkeit preisgegeben. Tatsächlich galt das Gelächter der Massen wohl nicht ihrem weiterhin hoch verehrten Kaiser, sondern den Senatoren, die für keine Sekunde zu erkennen geben durften, dass Caligula sie vorführte, und die ihn stattdessen inbrünstig anbeten mussten.
Möglicherweise plante Caligula in diesen Tagen, Rom für immer zu verlassen und Alexandria zur neuen Hauptstadt zu machen. Doch bevor er dies in die Tat umsetzen konnte, wurde er umgebracht. Der Kreis der Verschwörer war wohl klein. Unter ihnen waren auch die Prätorianerpräfekten. Diese ließen am 24. Januar 41 zwei ihrer Tribune, Cassius Chaerea und Cornelius Sabinus, die Caligula aus persönlichen Gründen hassten, im geeigneten Moment von der Kette. Nach einer Theatervorführung wurde Caligula von ihnen ermordet. Die Herrschaft des „Soldatenstiefelchens“ war damit zu Ende.
Das Volk trauerte; der Senat frohlockte, wurde aber kurz darauf vom neu ernannten Kaiser Claudius (41 –54) wieder in seine Schranken verwiesen. Man rächte sich an Caligula, indem man aus einer Demütigung hoher Herren im Nachhinein „Wahnsinn“ machte. Der Kaiser hatte über die Selbsterniedrigung der Senatoren gelacht. Die antike Nachwelt lachte dagegen über ihn.
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