Am 23. November 1931 wurde Ossietzky wegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 18 Monaten Haft verurteilt. Noch im Gefängnis folgten weitere Anklagen gegen den überzeugten Pazifisten, die mit Freispruch endeten. Zu Weihnachten 1932 kam Ossietzky überraschend frei. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann allerdings erst sein Martyrium. Von den Nazis noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und ins Gefängnis geschleppt, brachte Ossietzky erst die Verleihung des Friedensnobelpreises 1936 eine Verbesserung seiner Haftbedingungen. Er starb 1938, gezeichnet von den Misshandlungen.





