Der Herrschaftsanspruch der Kaiser von China war mit dem keiner anderen Monarchie vergleichbar. Sie herrschten nicht nur über ein riesiges Reich, sondern verstanden sich als „Söhne des Himmels“ und damit auch als oberste religiöse Instanz. Dieses universelle Machtstreben wird anhand der Ausstellungsobjekte vergegenwärtigt: Zeremonialgewänder, ein 167 cm hoher, vergoldeter Schrein und ein komplettes Thronensemble repräsentieren die Allmacht der Drachenherrscher des 17. und 18. Jahrhunderts. Einen besonderen Höhepunkt der Schau bildet eine rubinrote Porzellanvase, die in den Veröffentlichungen des Palastmuseums in Peking als so rar „wie Phönixfedern oder das Horn des Einhorns“ gepriesen wird. Das Außergewöhnliche des um 1720 gefertigten Objekts ist seine Herstellungsweise: Da die Porzellanherstellung im frühen 18. Jahrhundert noch in den Kinderschuhen steckte, war das Anfertigen einer Vase mit Emaildekor eine große Herausforderung, so dass die meisten Versuche als Fehlbrände vernichtet werden mussten.
Die Ausstellung feiert das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Peking und Köln sowie 40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen China und der Bundesrepublik Deutschland. Wie exklusiv die Schau ist, beweist die Tatsache, dass die Exponate in den letzten Jahren die „Verbotene Stadt“ einzig in Richtung des Victoria & Albert Museums in London sowie des Louvre in Paris verlassen durften.





