Zwei Jahre blieb Cicero im Osten. Sulla hatte sich in der Zwischenzeit zurückgezogen, und so kehrte Cicero im Jahr 77 nach Rom zurück. Die griechi‧schen Mühen zahlten sich aus: Bald schon galt er als bester Redner seiner Zeit; eine glänzende Karriere war die Folge. Doch zunächst bezeichnete so mancher Cicero noch als „Griechennarr“ – ein Zeichen dafür, dass man jemanden wegen solch ausgedehnter Bildungsreisen und den daraus resultierenden Orientierungen auch angreifen konnte. Derartige Reisen – vergleichbar am ehesten mit der adligen Grand Tour der frühen Neuzeit – waren noch keinesfalls üblich. Es waren einige wenige Personen aus der Oberschicht, die diese Chancen ergriffen. Häufiger wurden Bildungsreisen erst in der Kaiserzeit, als Ost und West stärker zusammenwuchsen.





