Claudios musikalisches Talent wurde bereits offenbar, als er, gerade 15-jährig, seine erste Werksammlung veröffentlichte. Monteverdi erhielt 1590 eine Anstellung am Hof Herzog Vincenzos I. Gonzaga in Mantua. Die erste Oper „L’Orfeo“ brachte dem Komponisten große Anerkennung, doch immer wieder litt Monteverdi unter der Abhängigkeit vom Herzog, unter gesundheitlichen und finanziellen Problemen. Erst als Kapellmeister am Markus-Dom in Venedig fand er 1613 schließlich ideale Bedingungen vor. Monteverdis wichtigster Beitrag zur musikalischen Epochenwende um 1600 liegt nach Leopold darin, dass er die menschlichen Empfindungen, die Emotionalität der Personen, in seiner Musik nachvollziehbar machte. Dies gelang ihm so gut, dass sich zumindest die Damen unter seinen Zuhörern tief erschüttert und von Mitleid bewegt zeigten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





