Im September des Jahres 1925 watete Karl Tiede durch das Wasser und stürmte im Kugelhagel einen Strand an der nordmarokkanischen Mittelmeerküste. Vor ihm lagen die gegnerischen Stellungen, über ihm ratterten die Motoren von Propellermaschinen, hinter ihm donnerten die schweren Schiffsgeschütze einer spanisch-französischen Armada.
Die Landung in der malerischen Bucht von Al Hoceïma glich einem D-Day in Miniaturformat. Sie war ein Wendepunkt des von 1921 bis 1927 wütenden Rifkriegs, der mit größter Brutalität geführt wurde – und mit internationalen Waffen, deutschem Giftgas und Fremdenlegionären wie Tiede.





