Der an der Universität Wien lehrende Historiker Wolfgang Schmale hat ein Werk zum 18. Jahrhundert verfasst, das in sechs Kapiteln wichtige Phänomene der Zeit untersucht: Absolutismus, die Entwicklung von Grund- bzw. Menschenrechten, die Ausbildung von Wissenskulturen, das Verhältnis der Geschlechter, die Auseinandersetzung mit der Religion sowie Europäisierung und Nationaldenken. Sein Buch basiert auf den neuesten Forschungsansätzen. So wird nicht nur die „Elitenkultur“ in der Stadt, sondern auch die „Volkskultur“ auf dem Dorf untersucht. Dazu fließen Schmales Arbeiten zum Verhältnis der Geschlechter etwa beim Thema Französische Revolution und Männlichkeit ein. Schmale präsentiert ein bewegtes 18. Jahrhundert in all seinen Widersprüchen. Der Prozess der Aufklärung aber erscheint bis heute nicht abgeschlossen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





