Cellerar In der eigentlichen Bedeutung des Wortes der Kellermeister des Klosters. Meist aber der Verantwortliche für die Wirtschaftsbetriebe.
Chorgebet Auch Stundengebet oder Brevier genannt. Es findet in der Regel siebenmal täglich statt und regelt so den Tagesablauf der Mönche und Nonnen. Es beginnt mit der Vigil (gegen sechs Uhr) und endet mit der Komplet (gegen 20 Uhr). Das gemeinschaftliche Chorgebet ist ein zentraler Bestandteil mönchischen Lebens.
Dormitorium In der Spätantike und im Mittelalter benutzten die Mönche bzw. Nonnen (mit Ausnahme der eremitisch lebenden) einen gemeinsamen Schlafraum – das Dormitorium. Erst später erhielt jeder Mönch eine eigene Zelle. Als Zelle (aus lateinisch “cella” =Kammer) wurde im Mittelalter aber auch eine kleine monastische Niederlassung bezeichnet.
Gelübde Mitglieder katholischer Orden geloben nach dem Abschluß ihres Noviziats ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam. Diese Gelübde werden unter dem Begrif “Evangelische Räte” zusammengefaßt (=aus dem Evangelium abgeleitet).
Gewohnheiten (Consuetudines) Maßstab für das Leben im Kloster ist die jeweilige Ordensregel. Um diese den Zeitumständen, geänderten Anforderungen oder geographischen Besonderheiten anzupassen, entstanden die “consuetudines”. Sie dienten auch dazu, die zum Teil eher allgemein gehaltenen Regeln mit konkreten Anweisungen zur Lebensführung und Organisation zu ergänzen.
Guardian Vorsteher eines franziskanischen Klosters, abgeleitet aus dem italienischen “guardino” = Wächter.
Habit Oberbegriff für das Ordensgewand. Die Mönche und Nonnen empfangen es bei der feierlichen Zeremonie der Einkleidung am Beginn des Noviziats.
Kapitel(-saal) Der Versammlungsort des Klosters, in dem der Konvent – die Gemeinschaft der Mönche bzw. Nonnen – die anstehenden Fragen diskutiert. Die Versammlung selbst wird oft als Kapitel bezeichnet. Im Generalkapitel versammeln sich die Ordensoberen, um den gesamten Orden betreffende Themen zu besprechen.
Klausur Bezeichnung für den Wohnbereich der Mönche und Nonnen, der der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich ist. Je strenger der Orden, desto strenger wird die Klausur gehandhabt. Besuchern des jeweils anderen Geschlechts bleibt die Klausur grundsätzlich verschlossen.
Kloster Der Begriff ist abgeleitet aus dem lateinischen “claustrum” = abgeschlossen (als Substantiv auch “Riegel” oder “Schloß”) und deutet damit auf das Kloster als von der weltlichen Umgebung abgetrennten Wohnort für die Gemeinschaft der dort lebenden Mönche oder Nonnen hin. Die lateinische Übersetzung für das deutsche Wort Kloster ist “monasterium”. Im Alt- und Mittelhochdeutschen (“munistri”, “munster”) versteht man darunter ebenfalls das Kloster, aber auch die Kirche eines Klosters oder Stifts. Daraus wiederum ist der neuhochdeutsche Begriff “Münster” abgeleitet.





