Der aufwendig gestaltete Bildband beschreibt das Leben und Wirken des studierten Elektroingenieurs, der eher zufällig zur Fotografie kam. Als Hitlers Leibfotograf gehörte er zu dessen engerem Umfeld und bannte das Geschehen als konstruierte Wirklichkeit auf Bildmaterial. Kommentiert und ins rechte Licht gerückt werden die zum Teil noch nie veröffentlichten Fotografien von elf fachkundigen Autoren. Die beleuchteten Themen, beispielsweise „Den Führer von seiner menschlichen Seite zeigen“ oder „Spuren eines Filmauftrags. Die Farbfotos der Zwangsarbeit im Mittelwerk und der Raketenstarts in Blizna“, sind breit gefächert. Die Autoren stellen einen der wichtigsten Schöpfer der Fiktion des Dritten Reiches, der vermeintlich authentische Bilder des Regimes geschossen hat, in einen zeitkritischen Rahmen und zeigen ihn als das, was er wirklich war – ein Verehrer Hitlers.
Rezension: Johner, Jasmin





