Die Ausstellung zeigt die Vorzeichnungen und Probedrucke des Augsburger Geschlechterbuchs im Kontext der Wappenbilder von Martin Schongauer und Albrecht Dürer sowie der für die Wappenhalter-Figuren verwendeten Vorlagen, besonders von Hans Burgkmair dem Älteren, und zeitgenössischer Vergleiche. Darunter sind bedeutende Leihgaben aus der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. Das Augsburger Geschlechterbuch, seit dem 19. Jahrhundert im Königlichen Kupferstichkabinett Stuttgart, galt zunächst als während des Zweiten Weltkriegs verbrannt, tauchte aber 2004 im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s wieder auf. Ein amerikanischer Soldat hatte das Buch aus seinem Auslagerungsort Schloss Waldburg (Hohenlohe) gegen Ende des Kriegs unrechtmäßig entwendet. 2010 kam der Band wieder in die Graphische Sammlung der Staatsgalerie zurück, nachdem ein New Yorker Gericht ihn dem Land Baden-Württemberg zugesprochen hatte.
Der Begleitband zu der Ausstellung ist im Quaternio Verlag (Luzern) erschienen. Der Band enthält einen einführenden Essay. Darüber hinaus sind die Radierungen in herausragender Qualität großformatig wiedergegeben.
Der Katalog auf einen Blick: Auf 280 Seiten mit 278 farbigen Abbildungen dokumentiert der Band umfassend das Augsburger Geschlechterbuch aus der Staatsgalerie Stuttgart einschließlich der Aufsehen erregenden Rückführung nach Deutschland. Alle Zeichnungen und Radierungen des Augsburger Geschlechterbuchs werden im Originalformat wiedergegeben. Format: 23 x 32,5 cm.





