Als Dareios 522 v. Chr. den persischen Königsthron bestieg, hatte er sein Reich aus der größten Agonie gerettet. Nur rund 50 Jahre zuvor war Kyros II. aus dem Haus der Teispiden aus der Landschaft Parda (Persis), einer südöstlichen Randregion Vorderasiens, zu einem atemberaubenden Eroberungszug aufgebrochen. Alle großen Mächte Vorderasiens fielen diesem zum Opfer: zunächst die Stammeskonföderation der Meder, dann in rascher Folge das Reich von Urartu im östlichen Anatolien sowie das Lyderreich im westlichen Kleinasien.
539 v. Chr. öffnete schließlich Babylon den Persern die Tore, anschließend führte der rastlose Eroberer seine Truppen gen Osten bis an die Grenzen des iranischen Hochlandes. Als er während eines Feldzugs gegen die Steppennomaden im Norden fiel, setzte sein Sohn Kambyses die Expansion fort und eroberte mit Ägypten das letzte unabhängige Großreich der Alten Welt.





