Die anderen griechischen Städte waren damit keineswegs einverstanden und riefen den Nachbarn Karthago zu Hilfe. Agathokles sah sich 310 v. Chr. in Syrakus eingeschlossen. In seiner Verzweiflung griff der energische Heerführer zu einer tollkühnen Lösung: Er ließ einen Stellvertreter zurück und durchbrach selbst mit seinen Kämpfern die Blockadeflotte. Sein Ziel war das karthagische Nordafrika, wo er sogleich die eigenen Schiffe verbrennen ließ. Das Zeichen war klar: Wir bleiben hier! Schon bald schien Nordafrika ihm zu gehören, doch die instabile Lage in Sizilien zwang Agathokles zur Rückkehr. Der Hauptteil seines Heeres verblieb 307 unter Leitung seiner Söhne Archagathos und Herakleides in Afrika. Doch die Soldaten fühlten sich im Stich gelassen, ermordeten die Söhne des Agathokles und wechselten in den Dienst Karthagos. Agathokles selbst bewahrte immerhin sein sizilisches Reich und nannte sich wenige Jahre später sogar ganz offen König, ganz wie seine Vorbilder, die Nachfolger Alexanders des Großen.





