Eine Fülle der Kunstfertigkeiten
Im Zentrum der Schau steht der Schatzfund von Vălčitrăn (Nordbulgarien), der aus 13 Objekten besteht. Gefertigt wurde das Ensemble aus etwa 12,5 Kilogramm Gold, womit es der größte Fund seiner Art aus der Bronzezeit ist. Mit dem Goldbergwerk in Ada Tepe (Südbulgarien) konnte dieser Fund jedoch nicht in Verbindung gebracht werden – er steht exemplarisch für die Kunstfertigkeit des bronzezeitlichen Handwerks. Mehr als 300 weitere Gold-, Silber- und Bronzeexponate aus verschiedenen bulgarischen Museen komplettieren die Ausstellung und bieten einen umfassenden Einblick in Geschichte des europäischen Goldbergbaus.
Goldgewinnung in prähistorischer Zeit
Die in prähistorischer Zeit nötigen Strapazen bei der Gewinnung und Verarbeitung des Goldes wurden durch die Entdeckung des Bergwerks in Ada Tepe, das etwa zwischen 1500 und 1000 vor Christus genutzt wurde, deutlich. Eine virtuelle Rekonstruktion des Ortes erlaubt es dem Besucher, ein Gefühl für die Enge der Stollen zu gewinnen. Neben den zahlreichen Edelmetallobjekten zeigt das Museum in der Ausstellung eine Auswahl von Werkzeugen und Alltagsgegenständen, um einen Eindruck von der damaligen Lebenswelt zu bieten.
Zentrum des Handels
Im Rahmen der Ausstellung werden auch neueste Forschungsergebnisse präsentiert, die Aufschlüsse darüber geben, wie weit das Gold durch Handel verbreitet wurde. Nicht nur aus dem Mittelmeerraum stammende Funde, wie zum Beispiel mykenische Schwerter, sondern auch die räumliche Nähe zu den bedeutenden Zentren der damaligen Epoche deuten darauf hin, dass aus Ada Tepe womöglich der Rohstoff für die in Troja und Mykene gefertigten Schätze stammte.
Dieses Video vermittelt einen Eindruck der Präsentation.





