In unterschiedlichen Regionen Europas entwickelten sich im Verlauf der Jahrhunderte verschiedene Darstellungstypen, die nicht zuletzt den einzelnen Vorlieben – auch im Bezug auf die Gewandung und den „Aufputz“ der Figuren – entsprachen. So entstanden liegende, schlafende, gefatschte, stehende, sitzende und segnende Christuskinder.
Bei der Ausstellung im Museum für Brotkultur in Ulm (Salzstadelgasse 10, 89073 Ulm, Telefon 0731-69955, Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 17 Uhr) wird zum Thema “Das göttliche Kind” ein breiter Querschnitt gezeigt: Vom Gnadenbild der bedeutendsten Christuskindwallfahrten in Europa, Mittelamerika und den Philippinen, über die frühesten Christuskinddarstellungen der Gotik zu hochrangigen Skulpturen des Frühbarock. Vom „Trösterlein“ der persönlichen Kontemplation in den Frauenklöstern über gewandete Christuskinder, bis hin zu Figuren, die dem Bereich der Volkskunst zuzuordnen sind. Darüber hinaus wird der Werkprozess der Entstehung insbesondere der gekleideten Christuskinder eingehend untersucht. So gibt die Ausstellung auch einen kulturhistorischen Ausblick auf die heute in Europa weitgehend zum Erliegen gekommenen Handwerkszweig der Posamentenmacher, Paramentennäher und deren Erzeugnisse, den sogenannten „Schönen Arbeiten“.
Eine ganze Abteilung des Museums in Ulm widmet sich darüber hinaus der Darstellung von Brot in der Bibel. Die Abbildungen Christi, der im Neuen Testament selbst das Brot der Welt wird, spielen dabei eine herausragende Rolle.





