Zu Beginn betont der Autor klar, dass viele Vorstellungen über „die Juden“, wie ihre besondere Eignung für kaufmännische und akademische Berufe, ihre spezifische Mentalität oder Gelehrsamkeit, sich aus der jüdischen Geschichte späterer Zeiten herleiten, also nicht die antiken Juden kennzeichnen. Zum Beispiel konnten die meisten Juden damals – ebenso wie ihre Nachbarn – weder lesen noch schreiben.
Das Buch schildert sodann die wesentlichen Entwicklungsschritte der antiken jüdischen Geschichte, von deren Anfängen über den Makkabäer-Aufstand, die Herrschaft des Herodes und die jüdischen Aufstände zwischen 66 und 135 n. Chr. bis hin zum jüdischen Leben in einem christianisierten Römischen Reich. Vor klaren Urteilen schreckt Schwartz nicht zurück, etwa, wenn er kon-zediert, dass Herodes brutal und grausam gewesen sei, doch Zeitgenossen wie Pompeius, Caesar oder Marcus Antonius ebenso eine „Neigung“ zum „Massenmord“ bescheinigt.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





