Ludwig „das Kind“ war der erste Karolinger, der minderjährig den Thron bestieg. Eine eigene Herrschaft entfaltete er nie. Es waren die hohen Geistlichen des Ostfrankenreichs, vor allem Erzbischof Hatto von Mainz und Bischof Salomo III. von Konstanz, die ihm beratend zur Seite standen und die wichtigsten Entscheidungen trafen. Und es waren Adelsfamilien wie die fränkischen Konradiner, die im Schatten des kränkelnden Königs aufstiegen. Als mit dem Tod Ludwigs des Kindes 911 die Linie der ostfränkischen Karolinger erlosch, wählten die Fürsten nun nicht etwa den westfränkischen Karolinger Karl den Einfältigen, sondern einen der Ihren, den Konradiner Konrad den Jüngeren zum König.





