Die Eröffnungsphase des neuen Städel – des gesamten Komplexes von Alt- und Erweiterungsbau sowie des Ausstellungshauses – wird ab Herbst beginnen. Wie bereits angekündigt, startet am 7. Oktober 2011 im Ausstellungshaus die große Sonderausstellung „Beckmann & Amerika“, die sich intensiv mit dem faszinierenden, in Amerika entstandenen Spätwerk des Malers auseinandersetzt (und bis 8. Januar 2012 zu sehen sein wird). Im Rahmen der Kampagne zur Beckmann-Ausstellung wird sich das Städel erstmals in einem weiterentwickelten graphischen Erscheinungsbild präsentieren.
Am 17. November 2011 eröffnet der renovierte Gartenflügel im Altbau. Dieser erste Teil der völlig neu gestalteten Sammlungspräsentation im Städel beinhaltet den Sammlungsbereich „Moderne“ (1800 bis 1945). Im Anschluss öffnet am 15. Dezember 2011 der Sammlungsbereich „Alte Meister“ (1300 bis 1800) im Mainflügel des Altbaus seine Pforten.
Die Eröffnung des Erweiterungsbaus mit dem Sammlungsbereich „Gegenwartskunst“ wird Ende Februar 2012 erfolgen. Damit verschiebt sich der ursprünglich für Ende November 2011 angesetzte Termin geringfügig. Grund dafür sind die Auswirkungen des kalten und schneereichen Winters, der vor allem eine verzögerte Aushärtung der Betonmassen nach sich gezogen hat. Eine weitere Erschwernis stellte der Hochwasserstand des Mains im Januar 2011 dar. Der dadurch bedingte erhöhte Grundwasserspiegel hatte zur Folge, dass die Einstellung der Grundwasserhaltung für die Baugrube erst deutlich später erfolgen konnte. Insofern kann der Neubau erst gegen Oktober fertiggestellt und klimatechnisch einreguliert werden. Erst danach kann mit dem Aufbau der Sammlungspräsentation begonnen werden.
Sowohl die etwas spätere Neueröffnung des Erweiterungsbaus mitsamt den damit in Zusammenhang stehenden witterungsbedingten Mehrarbeiten als auch der heterogenen Bausubstanz geschuldete unvorhersehbare Maßnahmen im Altbau haben einen gewissen Anstieg der Gesamtkosten zur Folge. Sie erhöhen sich um rund 10 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Budget von etwas über 40 Millionen auf insgesamt rund 45 Millionen Euro. Der Hauptanteil des Kostenanstiegs um etwas mehr als 4 Millionen ist im Bereich der Arbeiten im Altbau zu verorten, für die nun statt 10 Millionen rund 14 Millionen Euro Baukosten veranschlagt werden. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 31 Millionen Euro. Insgesamt ist – die Kostensteigerungen bereits einbezogen – die Finanzierung zu über 92 Prozent gesichert; weitere Verhandlungen und Gespräche mit Förderern und Mäzenen sind in einem aussichtsreichem Stadium. Auch die Bürgerkampagne erfreut sich nach wie vor hoher Resonanz. Seit dem Start im September 2009 konnten bereits 59,4 Prozent (2,97 Millionen Euro) der angestrebten Summe von fünf Millionen Euro zur Gesamtfinanzierung beigetragen werden.





