Im umbrischen Sentinum trafen die Römer und ihre Bundesgenossen auf die feindlichen Heere. Vor Ausbruch der Schlacht soll ein Vorzeichen Rom den Sieg verheißen haben: Ein Wolf lief durch die römische Schlachtreihe und erinnerte die Soldaten an ihren Kriegsgott Mars. Zunächst verlief die Schlacht ausgeglichen. Doch als gallische Kampfwagen in das Geschehen eingriffen, wollte das Heer des Decius Mus sein Heil in der Flucht suchen. Da wendete der Feldherr unter Einsatz seines Lebens das Geschick der Schlacht. Mit einem rituellen Gebet weihte er sich und das feindliche Heer Tellus, der Göttin der Erde, und stürzte sich mitten in die Schlachtreihe der Gallier. Dieses Opfer erfüllte die Römer mit neuem Mut und führte schließlich zu ihrem Sieg. Fabius Rullianus feierte zwar in Rom einen Triumph, die höchste Ehre wurde jedoch Decius Mus zuteil, der als Exempel für Tapferkeit und Vaterlandsliebe in die römischen Annalen einging.





