Sascha Schießl hat sich mit der Geschichte des Lagers und seinen Funktionen befasst. Außerdem analysiert er Friedland, das emphatisch als „Tor zur Freiheit“ bezeichnet wurde, als bundes‧republikanischen Erinnerungsort. Vor allem die „Heimkehr der Zehntausend“, der hochemotionale Empfang der letzten aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft freigelassenen deutschen Soldaten in Friedland, ist im kollektiven Gedächtnis fest verankert. Schießl legt dar, wie sehr im Kalten Krieg das Lager Friedland zum Ort der „deutschen Opfer“ von Krieg und kommunistischer Diktatur wurde, während die Untaten der Nationalsozialisten keine Erwähnung mehr fanden.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





