Am 21. Dezember 1988 endete der Linienflug von London-Heathrow nach New York mit einer Maschine der amerikanischen Fluggesellschaft Pan American World Airways in einer Katastrophe: Kurz nach 19 Uhr Ortszeit explodierte über der schottischen Stadt Lockerbie eine Bombe im Gepäckraum. Alle 259 Personen an Bord, 243 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder, starben. Durch herabstürzende Wrackteile und Explosionen am Boden verloren ferner elf Einwohner von Lockerbie ihr Leben. Unter den 270 Toten des Pan-Am-Flugs 103 befanden sich 189 US-amerikanische Staatsangehörige. Bei keinem Anschlag vor dem 11. September 2001 hatten die USA mehr zivile Opfer zu beklagen.
Bis heute ist ungeklärt, wer die Verantwortung für dieses Attentat trägt. Amerikanische und britische Ermittler präsentierten Ende 1991 ein Untersuchungsergebnis, das scheinbar keinen Zweifel zuließ. Es wurde Anklage gegen zwei libysche Staatsangehörige erhoben, die im Verdacht standen, Mitglieder des Geheimdienstes ihres Landes zu sein: Abd al-Bassit Ali al-Mikrahi, Sicherheitschef der Fluggesellschaft Libyan Arab Airlines (LAA), und Amin Chalifa Fuheima, Leiter der LAA-Vertretung auf dem Flughafen von Malta. Handelte es sich also um einen Fall von Staatsterrorismus? Hatte der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi, der am 1. September 1969 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war, den Anschlag in Auftrag gegeben? Die USA und Großbritannien erweckten jedenfalls diesen Eindruck und veröffentlichten am 27. November 1991 eine Erklärung, in der sie Libyen aufforderten, die Angeklagten auszuliefern und Entschädigung für die Opfer zu zahlen. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 12/2013.
Dr. Tim Szatkowski





