Von nun an ertönte die Hymne bei allen offiziellen Anlässen, ob Staatsempfängen oder Sportwettkämpfen. Alle Radiosender spielten die drei Strophen jeweils zu Beginn und zum Ende ihres Programms. Auch in Schulklassen und Betrieben wurden sie regelmäßig gesungen. Doch in den 70er Jahren wurde der Text der DDR-Regierung unbequem. Die Textzeile „Deutschland einig Vaterland“ passte nicht mehr zu ihrem deutschlandpolitischen Konzept. Die nationale Wiedervereinigung mit dem westdeutschen Teil war kein erstrebenswertes Ziel mehr; die Entwicklung der beiden deutschen Staaten in eine sozialistische und eine kapitalistische Nation galt als irreversibel. Von nun an wurde die Hymne als Instrumentalstück aufgeführt, ohne Gesang. Erst 1989 und 1990 sangen Demonstranten wieder die Hymne und bekräftigten so ihren Wunsch nach Wiedervereinigung.





