Nach einer gemeinschaftlichen Beratung mit unseren sehr ergebenen Brüdern“, schreibt Abt Suger in seiner Schrift „De consecratione“, „beschlossen wir, diese geheiligten Steine gleichsam wie Reliquien zu bewahren, und dass wir uns bemühen sollten, jene Kirche, die durch eine zwingende Notwendigkeit als Neues begonnen werden sollte, durch die Schönheit der Länge und Breite zu veredeln.“
Begibt man sich auf die Spuren der Neuerer in der mittelalterlichen Architektur, so wird der Weg unweigerlich zu ebenjenem Abt Suger (im Amt 1122 –1151) führen, der dem hochadligen Benediktinerkloster von Saint-Denis unweit von Paris vorstand. Bewusst setzte er in der Architektur „seiner“ Kirche das Neue ins Werk, um auf diese Weise die Tradition des Klosters, das seit Jahrhunderten als Grablege der französischen Könige diente, fortzuschreiben.





