Grabungsleiter Dr. Walter Kuntner nahm sich selbst viel Zeit, um die DAMALS-Leser durch die ausgedehnte Fläche der ehemaligen Festung zu führen und die Steine zum Leben zu bringen. Dabei erfuhren die Reiseteilnehmer nicht nur viel Interessantes aus der Frühzeit des heutigen Armenien, sondern eben auch über die Arbeit der Archäologen. Das Besondere an der Grabung in Aramus ist die Erkenntnis, dass der Untergang des urartäischen Reichs nicht gleichbedeutend war mit dem Untergang jeglicher Zivilisation in der Region. So wurde die Festung von Aramus nachweislich auch in post-urartäischer Zeit weiter erhalten und bewohnt. Erst in der achämenidischen Zeit, also der Zeit der persischen Herrschaft, wurde die Festung vernachlässigt, allerdings nicht auf Dauer: Die Innsbrucker Archäologen stießen auch auf mittelalterliche Spuren, die eine Nutzung im 10. und 11. Jahrhundert belegen.
Dr. Walter Kuntner zeigte den Reiseteilnehmern die einzelnen Zeitschichten, ließ sie über einen 2500 Jahre alten Fußboden wandeln und erläuterte die Funktionsweise einer Schmiede aus urartäischer Zeit. Über zwei Stunden dauerte die Begehung der Anlage, die bislang nur an einzelnen Punkten ergraben worden ist. Der Hügel von Aramus dürfte dementsprechend noch viele Geheimnisse bergen. Ein großer Wunsch des Grabungsleiters wäre es, endlich das Haupttor der Festung zu finden. Doch selbst eines der Seitentore zeugt von der monumentalen Bauweise der Urartäer.
Für die DAMALS-Leser war es ein besonderes Erlebnis, auf diese Weise Archäologie hautnah erleben zu können. Doch gerade solche Erlebnisse sind es, die Leserreisen von DAMALS ausmachen. Noch bis zum 14. September wird die DAMALS-Gruppe in Armenien unterwegs sein.





