Bis Ende Juni war die Forschergruppe in Namibia, um dort die San-Jäger auf ihre Aufgabe vorzubereiten. „Die San gehören zu den letzten gelernten Jägern und Sammlern des südlichen Afrika“, erklärt Tilman Lenssen-Erz, einer der beiden Projektleiter. „Die Spuren in den Höhlen werden also von Leuten untersucht, die wirklich etwas davon verstehen.“ Im zweiten Schritt erforschen die Wissenschaftler die eiszeitlichen Bilderhöhlen der südfranzösischen Ariège. Andreas Pastoors, ein Experte für Höhlenkunst und Felsbildmalerei, möchte dabei mehr Informationen sammeln als nur die Anzahl oder die Größe der Spuren: „Wir erhoffen uns ein Plus an Informationen: Ob die Person in Eile war, ob sie vielleicht krank war oder etwas getragen hat. Mehr Informationen, die Leben in die Abdrücke bringen.“
Dahinter steht der Wunsch, die kulturellen Erzeugnisse der Urmenschen besser zu verstehen: „Unsere große Aufgabe ist es, die Höhlenkunst zu interpretieren und herauszufinden, was die Menschen in diesen Höhlen mit den Höhlenbildern gemacht haben. Wir müssen alle Informationen über den Kontext dieser Bilder heranziehen.“, sagt Pastoors.
Die Teammitglieder berichten während ihrer Expedition auf der Seite www.trackingincaves.com.





