von MICHAEL SOMMER
Die äußere Gestalt des Tempels bot alles, was Seele und Auge des Betrachters in großes Erstaunen versetzen konnte. Denn der Tempel war überall mit massiven Goldplatten bedeckt, und mit Beginn des Sonnenaufgangs strahlte er einen feurigen Glanz von sich aus, so dass diejenigen, die ihn ansahen, ihre Augen wie von den Sonnenstrahlen abwenden mussten.“ Ausführlich schildert der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus den grandiosen Eindruck, den der Jerusalemer Tempel auf seine Besucher machte: Das Bauwerk, errichtet unter der Herrschaft der Perser und erweitert von 21 bis 19 v. Chr. unter Herodes dem Großen, überstrahlte mit seiner Pracht und seinen Dimensionen nicht nur die Hauptstadt Judäas, sondern den gesamten Nahen Osten.





