In fünf Hauptkapiteln rekonstruiert Bremm auf Grundlage publizierter Quellen und Forschungsliteratur, wie es im Jahr 1864 zu dem deutsch-dänischen Konflikt kam, bei dem sich dynastische, völkerrechtliche und machtpolitische Fragen mit den Ansprüchen der jeweiligen Nationalbewegungen verbanden. Es gelingt Bremm, der erkennbar für eine breite Öffentlichkeit schreibt, diese komplexe Gemengelage nachvollziehbar darzustellen. Im Vordergrund seines Buches stehen aber vor allem die Politik Bismarcks sowie der Kriegsverlauf. Wer sich also anhand einer soliden Politik- und Militärgeschichte über diesen Krieg informieren möchte, der erhält hier einen guten Überblick, der allerdings in seiner starken Zentrierung auf die Rolle Bismarcks eher traditionellen Erzählmustern folgt.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Klaus-Jürgen Bremm
1864
Bismarcks erster Krieg
Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2025, 308 Seiten, € 25,–





