Vier Jahre und vier Monate lebte er auf der Insel, ausgerüstet unter anderem mit einer Muskete, einigen Werkzeugen, Kleidung und einer Bibel. Neben Fischen und Früchten ernährte sich Selkirk von der Milch und dem Fleisch der auf der Insel lebenden wilden Ziegen. Um die Ratten abzuhalten, zähmte er einige Katzen. Zweimal landeten Schiffe, und zweimal brachten sie nicht die erhoffte Rettung, denn es waren feindliche Spanier, denen Selkirk nur mit Mühe entkommen konnte. Am 2. Februar 1709 schließlich wurde er von einem englischen Kaperschiff aufgegriffen und zurück in die Heimat gebracht.
Alexander Selkirks Geschichte stieß auf breites Interesse und gilt als Vorlage für Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“. Dass der Schotte tatsächlich auf der Robinson-Insel lebte, belegen einige Gegenstände des 18. Jahrhunderts, die vor einigen Jahren dort entdeckt wurden. Selkirks Entscheidung erwies sich im Nachhinein übrigens als richtig: Der Rumpf der „Cinque Ports“ war nämlich so beschädigt, dass sie einen Monat nach dem Ablegen von der Robinson-Insel sank und ein Großteil der Besatzung ertrank.





