Der neue Kaiser Elagabal setzte sich schnell zwischen alle Stühle. Mit seinen Demütigungen provozierte er die Senatoren, um zu zeigen, wer nun das Sagen hatte. Er legte sich mit seiner Tante und seiner Großmutter an, die vermitteln wollten, um ihre Macht nicht zu gefährden. Vor allem aber stellte Elagabal „seinen“ Gott über alle anderen – so etwas fanden die Römer völlig unzumutbar. Darüber hinaus heiratete der junge Mann auch noch eine Vestalin – ein unerhörtes und nie gesehenes Vergehen in Rom. Gerüchte über Orgien und die versuchte Geschlechtsumwandlung eines triebgesteuerten Egomanen zusammen mit Misswirtschaft und Korruption führten dazu, dass Elagabal zuletzt auch die Prätorianer gegen sich aufbrachte, die ihn zuvor immer unterstützt hatten. Er und seine Mutter wurden 222 n. Chr. ermordet; Elagabals Leichnam zog man durch die Kloake.





