Zum ausschlaggebenden Ereignis wurde der Aufstand der Pariser Kommunarden vom März 1871, die eine soziale Revolution und die Fortsetzung des Kampfs gegen die Deutschen forderten. Die Regierung unter Adolphe Thiers suchte ihr Heil in brutaler Reaktion: Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, rund 20000 Tote waren zu beklagen. Um weitere Rebellionen zu unterbinden, erließ die französische Nationalversammlung im folgenden Jahr, am 14. März 1872, ein Gesetz, das den französischen Arbeitern, die sich in der „Internationale“ engagierten, die Bürgerrechte entzog.
Jenseits des Rheins, auf deutschem Boden, hegte man in konservativen Kreisen durchaus Sympathie für den „Erbfeind“. Dem „Wöchentlichen An-zeiger“ des Fürstentums Ratzeburg schienen die zusätzlich verhängten Strafen – bis zu zwei Jahren Gefängnis und eine Geldbuße von bis zu 1000 Francs – jedenfalls nicht übertrieben.





