Unterstützung erfuhr er dabei von Jove, Patriarch von Moskau und ganz Russland, der Godunow für einen fähigen Regenten hielt und ihm zudem die die Erhöhung des Erzbistums Moskau zu einem Patriarchat zu verdanken hatte. Boris Godunow ließ sich im Februar 1598 durch die russische Ständevertretung (Semski Sobor) wählen und zum Zaren ausrufen; seine Krönung erfolgte am 1. September. Dimitri Iwanowitsch aber war 1591 unter ungeklärten Umständen an einer Stichwunde verstorben. Der Zar habe seine Ermordung befohlen, behauptete eine immer stärker werdende Adelsopposition, die trotz außenpolitischer und wirtschaftlicher Erfolge nicht mehr verstummte. Eine Massenhungersnot und das Auftreten eines „falschen Dimitri“, der den Zarenthron für sich beanspruchte, stürzten Godunows Herrschaft in eine tiefe Krise, während derer er 1605 unerwartet starb.





