Als es in der Nacht auf den 30. August 1706 einem Trupp französischer Soldaten dennoch gelang, in die unterirdischen Gänge zu gelangen, und sie eine Tür aufbrechen wollten, um in die obere Festung einzudringen, eroberte sich der piemontesische Soldat Pietro Micca, der die Tür bewachte, einen Ehrenplatz in der Turiner Geschichte. Mittels eines Pulverfasses wollte er den Gang zum Einsturz bringen. Als er erkannte, dass die Zündschnur zu kurz war, schickte er seinen Kameraden voraus in Sicherheit und entzündete, seinen eigenen Tod in Kauf nehmend, das Schießpulver. Die Aktion gelang, der Angriff der Franzosen scheiterte. Pietro Miccas Leiche aber fand man später in der Nähe des explodierten Pulverfasses. Seine Opferbereitschaft machte ihn zum Helden, der bis heute in Italien verehrt wird.





